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Samstag, 16. Juli 2016

Ahh .. A!

Manchmal macht man was in diesem Hobby und denkt gar nicht dran, dass es außer historischen Quellen auch Szeneinternes und Geopolitisches gibt das Auswirkungen haben könnte. So ging es mir jedenfalls mit meiner neuen Gürteltasche die schon im letzten Beitrag kurz vor der Vollendung stand.

Aber fangen wir mal von der anderen Ecke her an. Über das Tragen von Dolchen und Dolchmessern als Trachtbestandteil habe ich ja schon einiges geschrieben hier auf unserem Blog. Und auch die kombinierte Trageweise in Verbindung mit einer Gürteltasche ist bisher nicht gerade unbehandelt geblieben, so zum Beispiel hier.

Das dann für eine neue Dolchscheide mit Dolch auch ein neues Täschchen her muss ist ja in Wahrheit gar kein Muss sondern ein Will. Aber bei so schönen roten Leder auf ein Gürteltäschchen verzichten? Niemals nicht!

Noch mal das Bild aus dem letzten Beitrag .. für alle die sich nicht nochmal durch eine Messerhymne quälen wollen

Montag, 18. Januar 2016

Jetzt kann ich mir wieder in die Tasche lügen!



Die Interpretation von Bildquellen unter Zuhilfenahme der Quellenkritik treibt ja die meisten von uns regelmäßig um. Manchmal aber ist ein abgebildetes Objekt so faszinierend, dass es nach Rekonstruktion förmlich schreit.
So jedenfalls ging es mir nach einer neulichen Durchsicht der so genannten „Concordantiae caritatis“ aus Lilienfeld die um 1350 entstanden ist.

Das wirklich Schöne an der Quelle (wenn etwas das mit Quellenkritik zu tun hat wirklich schön sein kann) ist: Leder ist schwarz! Immer? Nein, nicht immer. Aber sehr oft. Das mag ich.
Man kann sagen mit der Lilienfelderhandschrift ist es wie mit den Fingern und den Daumen: Nicht alle Objekte aus Leder sind schwaru, aber alle schwarzen Objekte sind wohl aus Leder.

Daher ist auch bei diesem Taschenmodell mal davon auszugehen (sag ich mal so salopp), dass es ebenso aus Leder ist wie die Schuhe und Messerscheiden der anderen Teilnehmer an den „Konkordanzen der Liebe“.

Montag, 2. Juni 2014

Niklas der Girdler - ein Rekonstruktionsversuch

So, lange Zeit ohne neuen Beitrag .. jetzt ist Schluss damit! Also nicht Schluss mit dem Blog natürlich sondern Schluss mit der Schaffenspause. Und der richtige Anlass dafür ist die Fotoserie die wir am Wochenende von meiner fertigen (oder theoretisch fertigen, denn fertig ist man in dem Hobby nie mit etwas) Darstellung meines Wiener Handwerksmeisters um 1340 machen konnten. Also Auftritt ...

Niklas der Girdler, auch genannt Niklas Hufenbauer, ein Gürtlermeister aus dem hochgotischen Wien